Nimmst du die letzten Wochen/ Monate auch so wahr, dass wir jetzt ein mal entdecken dürfen, was uns wirklich wichtig ist? Hast auch du schon bemerkt, dass es immer wieder hin zu den „kleinen Dingen“ zurückführt?

Und genau solche Kleinigkeiten, wie z.B. ein Anruf von einer Freundin/ einem Freund, ein Brief von den Großeltern, oder einer Karte von den Eltern ist momentan so viel wichtiger und schöner, als die nächste Party unbedingt zu besuchen, gut abgesehen davon, ist es ja momentan nicht möglich 😉

Es sind nicht die neuesten Klamotten, die wir shoppen, es ist nicht das tollste Auto vor der Garage, es sind einfach die richtigen Menschen in unserem Umfeld, die für uns da sind, auch wenn es aktuell physisch nicht geht. Und genau bei dieser Erkenntnis, musste ich an eine lange Indienreise vor einigen Jahren (genau genommen im Jahre 2011) zurückdenken.

Wir waren im Januar aus dem kalten Deutschland angereist, und hatten uns mit Studienkollegen auf aufregende 4 Wochen gefreut. Wären da nicht von Anfang an diese kleinen indischen Herausforderungen gewesen,wie z.B. ein Taxi (oder eher bekannt als Riksha) zu bekommen, denn du musst dich quasi mitten auf die Straße stellen, um irgendwie beachtet zu werden,doch darfst dich dabei nicht umfahren lassen 😉 denn so etwas wie eine STVO gibt es in Indien nicht, oder nicht erkennbar, das einzige Zeichen was es gibt, ist die Hupe.
Eine weitere kleine „Hürde“ kann man die Hygiene bezeichnen, die sich in Hotels und Gästezimmern besondern in den sanitären Anlagen wiederspiegelt, bei den Bettbezügen, die wirklich gewaschen wurden, wir uns aber nicht vorstellen können, das sowas aus einer Maschine kommen kann. Nun gut, es gibt auch nicht immer eine Waschmaschine, hier zählt noch die Kraft der Hände. Ich könnte jetzt noch einige weitere Dinge aufzählen. Mir wurde jedoch nach einigen Tagen in Indien bewusst, nachdem der Schock dieser anderen Welt nachließ, wie verschieden Kulturen, Werte und Wahrnehmungen sein können. Das heißt nicht, dass das eine besser oder schlechter ist. Es ist einfach ein grundverschiedenes Bewusstsein, was uns wieder ein mal zeigt, dass wir gerade jetzt die kleinen „selbstverständlichen“ Dinge wieder bewusst wahrnehmen dürfen.

Und dann werden Dinge wie eine sanitäre Anlage, fast zur Nebensache, nun gut nicht ganz, sie rücken einfach in den Hintergrund. Was hast du aus Auslandsreisen mit in deinen Alltag genommen, was dir auch gerade jetzt hilft, einen anderen Fokus zu legen?  

Rethink Style
Deine Nina