Hast du dir schon mal überlegt, was Chaos mit uns macht? Oder was passiert, wenn wir Ordnung schaffen? Was meine ich genau damit?

In den letzten Monaten ist mir immer wieder aufgefallen, wenn es in meiner Wohnung rundherum unordentlich war, obwohl es bei mir die meiste Zeit ordentlich ist und alles seinen Platz hat, aber dennoch manchmal so kleine Berge mit Papierkram, Dingen, die ich nicht mehr brauche oder auch Wäsche, die gewaschen werden muss entstehen, ich mich schlecheter auf meine Arbeit fokussieren konnte.
Es war schier unmöglich den Fokus zu halten, bis ich auf ein mal bemerkte, woran es liegt. Also tat ich was getan werden musste, ich räumte in den einzelnen Ecken auf, sodass die Berge kleiner wurden oder sogar verschwanden. Doch da tauchte auf ein mal eine ganz andere Herausforderung auf, ich ließ mich von den Dingen auf den Bergen ablenken, plötztlich entdeckte ich spannende Artikel aus Modezeitschriften, die ich lesen wollte, fand Kleidung, die ich mit der Nähmaschine verschönern wollte und schwups  war viel mehr Zeit drauf gegangen als ursprünglich geplant und die Arbeit blieb liegen.

Das eine ist diese Gewohnheit bewusst zu machen und zu bemerken, aber wie kann ich es in Zukunft verbessern? Da kam mir das Interview letzten Sonntag im Podcast mit der Ordnungsexpertin sehr gelegen. Denn ich wollte nicht nur wissen, wie sie mit ihren Kunden aufräumt, sondern auch wie sie an das Thema Kleiderschrank herangeht. Und da habe ich ganz neue Impulse bekommen.

Ursula verriet mir in unserem Gespräch, dass sie in dem Raum oder Projekt anfängt, wo das schnellste Ergebnis zu sehen ist. Bei dem Kleiderschrank ihrer Kunden/ innen lässt sie vorerst alle Kleidungsstücke rausräumen und auf einen Berg legen, sodass man erst mal sehen kann, wie viel man überhaupt hat. Diesen Tipp gebe ich hier gerne an dich weiter, weil ich denke, dass es ein riesiges Aha-Erlebnis sein kann, ein mal zu entdecken, was wir haben und wie viel wir davon überhaupt anziehen. Im nächsten Schritt lässt sie die Kleidung nach Ja, Nein, vielleicht sortieren und die Stücke, von denen man sich noch nicht trennen kann mit dem Haken des Kleiderbügels nach vorne gedreht in den Kleiderschrank hängen. So kann man nach einiger Zeit sehen, wie oft man dieses Teil nun wirklich trägt, und im Nachhinein noch aussortieren kann.
Ursula ist auch für die Strenge zwischendurch da, wenn Einwände wie z.B. „Das ziehe ich irgendwann noch mal an“ kommen, musst du das Kleidungsstück anziehen, und dann passiert es oft von ganz alleine, die Entscheidung zu treffen, ob es bleiben darf oder gehen muss. Egal ob es um Kleidung, Küchenutensilien oder Nagellacke geht, sie sagte, dass man sich eine Zahl überlegen soll, wie viel man von diesen Dingen benötigt und dann den Rest einfach aussortiert, spendet, verschenkt oder verkaufen kann. 

Während dem sehr insprierenden Gespräch ist mir immer wieder aufgefallen, dass es bei dem Thema Ordnung viel mehr darum geht, erst ein mal im inneren von uns aufzuräumen, sodass wir bereit sind im Außen etwas zu verändern. Wenn du noch mehr darüber erfahren möchtest, welche Tipps Sie zum Neu-Kombinieren der Kleidung hat, höre gerne in die aktuelle Podcastfolge „Schluss mit Chaos, deine Anleitung für ein strukturiertes Leben- Interview mit der Ordnungsexpertin Ursula Kittner“ rein. Hier findest du ihn: 

https://itunes.apple.com/de/podcast/rethink-style/id1446182071?mt=2

https://www.podcast.de/podcast/645847/

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Deine Nina